Immer authentisch bleiben: Das Profil in Singlebörsen

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Zugegeben, ein wenig hat die Gestaltung Ihres Profils in einer Singlebörse schon gemeinsam mit dem Verfassen eines Bewerbungsschreibens. Je nach Funktionalität der Internet-Seite oder der App entscheidet allein das Foto darüber, nach welcher Seite Ihr Profil gewischt wird. Und selbst wenn Sie die Chance haben, sich zusätzlich in einem Textbeitrag vorzustellen, wendet der durchschnittliche Leser nur wenige Sekunden auf, bevor Ihr Profil Richtung Match oder Richtung Ablage wandert.

Der erste Eindruck entscheidet

Dass Menschen in Dating Apps nach Äußerlichkeiten beurteilt werden, mag schrecklich oberflächlich klingen. Ehrlicherweise muss man aber zugeben, dass es im wahren Offline-Leben auch nicht anders ist: Das „Angebot“ in der Disco wird bewusst oder unbewusst erst mit den Augen gescannt, bevor es zum Tanz oder Gespräch kommt. Das Foto muss deshalb aussagekräftig, im positiven Sinn auffällig, vor allem aber ehrlich sein. Vielleicht sahen Sie früher einmal besser – gewiss aber jünger – aus. Das sollte Sie aber nicht verleiten, ein Jugendfoto als Profilbild zu nehmen und per Photoshop ein paar Kilogramm Hüftgold verschwinden zu lassen. Beim persönlichen Kennenlernen fallen solche Tricks negativ auf, vor allem, wenn Sie sich zuvor als ehrlicher Mensch präsentiert haben. Nehmen Sie kein biometrisches Passbild, sondern ein Foto, das etwas über Sie aussagt – in der Natur, wenn das Ihr bevorzugter Freizeitraum ist, oder mit der Oma, wenn Ihnen die Familie viel bedeutet.

Floskelmaschine abstellen

Der Ratgeber http://www.singlezentrale.com/ weist auf das Risiko zweideutiger Formulierungen hin. „Für alles offen“ haben Sie in Bezug auf Freizeitgestaltung und Urlaubsziele gemeint, ein Leser interpretiert den Satz in Richtung sexueller Vorlieben. Ein Profil bei einer Partnervermittlung ist nichts, dessen man sich schämen müsste. Gehen Sie offen damit um und nutzen Sie die Chance, Ihren Text von einer Freundin oder einem Freund gegenlesen zu lassen. Nutzen Sie das Feedback, um an den Formulierungen zu feilen. Übernehmen Sie aber keine fremden Vorschläge, die gar nicht zu Ihnen passen. Spätestens beim ersten Telefonat wird der Unterschied zwischen geschriebener und gesprochener Sprache zum Bumerang. Zwar gibt es Schlüsselwörter wie Geborgenheit und Kultur, die immer gut ankommen. Hüten Sie sich aber vor Allgemeinplätzen und machen Sie sich nicht zum Rotweintrinker, wenn Sie ein kühles Bier bevorzugen.